DIE DOLOMITEN

Die Drei Zinnen

Die Dolomiten gelten als eine der imposantesten Berglandschaften weltweit. Ihre Schönheit gründet im Wesentlichen auf einer spektakulären Formenvielfalt. Gipfel, Pfeiler und Türme sowie Hochebenen mit Felsvorsprüngen, Zacken und Plateaus erheben sich steil über ausgedehnte Geröllablagerungen und sanfte Hügel. Die Berge weisen auch hohe Gipfel mit Schluchten auf; mancherorts stehen die Gipfel alleine da, mancherorts bilden sie Massive, die für atemberaubende Panoramen sorgen.

Bekannt sind die Dolomiten aber vor allem wegen ihrer ungewöhnlichen Farbenvielfalt und des Kontrasts zwischen den weichen Linien der Wiesen und den abrupt vertikal ansteigenden mächtigen, gänzlich nackten Gipfeln. Dank der besonderen Struktur und Zusammensetzung des Dolomitgesteins reagieren die Felswände in einzigartiger Weise auf das Licht: bei Sonnenaufgang und –untergang leuchten sie in warmen Farbtönen (orange, rot, violett), - eines der berühmtesten Naturschauspiele in den Dolomiten. In der Mittagssonne wirken sie blass und verschwommen, in der Dämmerung und im Mondschein hingegen kalt und übernatürlich - daher auch der Name „Bleiche Berge“.

Dabei waren die Dolomiten waren nicht immer Berge.
 Zu Beginn des Perm waren sie eine von Flüssen durchzogene Ebene, während der Trias ein großes tropisches Meer mit kleinen Atollen und einzelnen Vulkanen. Diese Inseln sind im Lauf der Zeit zu Koralleninseln herangewachsen, die den heutigen karibischen Inseln ähneln. Bei der Entstehung des Atlantischen Ozeans tauchte die gesamte Fläche ab. Als sich Afrika vom Urkontinent Pangäa löste und langsam gegen Europa driftete, entstanden die Alpen.

Die Dolomiten - Geografische Einteilung

Informationen zur Verwendung der Karte:
Die hier dargestellte geografische Karte der Dolomiten stellt die orographischen Einteilung des Dolomitengebietes nach SOIUSA dar.
Durch doppelklicken auf die Symbole, erhalten sie weitere Informationen zur Verwendung der Karte und Informationen zur Katalogisierung der Bergruppen.
Hier können sie auch einen virtuellen Flug durch das Dolomitengebiet erleben. Drücken sie dazu weiter unten links auf die "Virtueller Dolomiten Rundflug!" - Taste und drücken sie auf das Abspiel-Symbol. Der Rundflug fliegt die Untersektionen und die Unterteilung der verschiedenen Berg-Gruppen ab und stellt deren Namen dar.
Wichtig! Für die korrekte Anzeige der virtuellen geografischen Karte benötigen sie das Google Earth plugin - Sollten sie hier im Fenster einen Hinweis für die Installation finden, müssen sie zur Ansicht der Karte die Anweisungen für die Installation ausführen.
Alternativ können Sie sich die Dolomiten-Karte auch hier herunterladen und in Google Earth einbinden

Der Name der Dolomiten

Déodat de Dolomieu (1750 - 1801)

Im 18. Jahrhundert wurden die Berge noch als „Bleiche Berge“ oder „monti pallidi“ bezeichnet. Der Name "Dolomiten" breitete sich aus, nachdem dem vorherrschenden Gestein der Name Dolomit gegeben worden war, zu Ehren des französischen Geologen Déodat de Dolomieu welcher als einer der erster seine Zusammensetzung analysierte.

Am 23. Juni 1750 wird im französischen Ort Dolomieu der französische Adelige Dieudonné-Silvain-Guy-Tancrède de Gratet de Dolomieu geboren. Früh interessiert sich Dolomieu für die Naturwissenschaften. Mitte 1789 reist Dolomieu durch Tirol. An verschiedenen Stellen, zwischen Bozen und Trient findet er eine merkwürdige Gesteinsart, die dem Kalk vollkommen gleichsieht, beim Beträufeln mit Salzsäure aber nicht aufbraust. Nachfolgende Veröffentlichungen verwendeten die Namensgebung des von Dolomieu endteckten Gesteins.

Die Ausbreitung und Anerkennung des Namens verlief langsam. Erst als zwischen 1861 und 1863 die beiden wohlhabenden Engländer, Josiah Gilbert und George Cheetham Churchill die Gegend bereisten und ein Buch mit blumigen Worten und einer Fülle von Zeichnungen versehen mit dem Titel „The Dolomite Mountains“ veröffentlichten, verhalfen sie zum Durchbruch des Namens Dolomiten.

Die Einzigartigkeit der Naturschönheit

Seit jeher hat die Großartigkeit der Dolomiten die menschliche Fantasie angeregt und zu einer Erzählkunst inspiriert, die schon längst unverzichtbarer Teil ihrer kulturellen Identität geworden ist.

Nach ihrer wissenschaftlichen „Entdeckung“, haben die Reisenden der Romantik darin jene idealen Landschaften wiedererkannt, die bis dahin nur in der Vorstellung der Maler existierten. Niemand konnte sich ihrer Faszination entziehen und sie gelten als „die schönsten Berge der Welt“.

Die allerersten Abbildungen dieser Berge waren keine Zeichnungen oder Malereien, sondern Beschreibungen - Worte, die von außergewöhnlichen Visionen und mächtigen Gefühlen erzählten. Sie beseelten den Geist und leiteten mit fast unwiderstehlicher Kraft die ersten wissenschaftlichen Berichte und Reisebeschreibungen ein. Die Worte, mit denen man dem Charakter der Dolomiten Ausdruck verlieh, entsprechen genau den Kategorien des Erhabenen: Vertikalität, Großartigkeit, Monumentalität, unruhige Formen, essenzielle Reinheit, Intensität der Farben, Staunen, mystische Askese, Transzendenz.

Minialp hat sich der maßstabgetreuen Abbildung dieser Bergregionen angenommen und ein Produkt geschaffen welches sie an die Einzigartikeit der Naturschönheit erinnern läßt.

Weiterführende Links

Wikipedia / Dolomiten

Weitere Informationen zu den Dolomiten finden Sie bei Wikipedia.

Wer sein wissen um die Dolomiten unter beweis Stellen will, kann das hier machen, das Dolomitenrätsel.

Die Dolomiten-Karte kann mit Google Earth geöffnet werden. Eine Beschreibung dazu finden Sie hier.

Für alljene, welche die Dolomiten mit eigenem Leib erkunden möchten, können sich hier gleichmal ihre Route aus dem Südtirol-Wegeprojekt auswählen.

Weiter Informationen zu dem Gestein Dolomit finden sie unter.